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Verbandsführerscheine*Verbandsführerscheine sind nicht-amtliche Ausbildungsbescheinigungen, die den Inhaber ausweisen, an einem entsprechenden Ausbildungslehrgang mit Erfolg teilgenommen zu haben. Diese Bescheinigungen wurden von den deutschen Wassersportverbänden für Sportschiffer ausgestellt. Sie gelten für eine bestimmte Antriebsart, für bestimmte Zwecke bzw. für bestimmte Fahrtgebiete. Der Deutsche Segler-Verband (DSV) stellte bis Ende 2002 die Verbandsführerscheine A, BR, BK, C und R für Segelboote und -yachten aus. Seit Anfang der 1990er-Jahre stellt der DSV jedoch im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung auch die vorgeschriebenen amtlichen deutschen Sportbootführerscheine aus, die die Verbandsführerscheine weitgehend ersetzt haben; verbliebene Verbandsführerscheine sind lediglich Jüngstensegelschein und Sportsegelschein (SPOSS).1. A-Schein Der A-Schein war für das Segeln in Binnengewässern vorgesehen. Er ist durch den Sportbootführerschein Binnen unter Segeln ersetzt worden. Das Mindestalter war 14 Jahre. 2. BR-Schein Der BR-Schein ist der Nachweis über Kenntnisse des Segelns innerhalb der 12-Seemeilen-Zone (kleine Küstenfahrt). Er ist durch den amtlichen Sportküstenschifferschein (SKS) unter Segeln ersetzt worden. 3. BK-Schein Der BK-Schein war für das Segeln im 30-Seemeilen-Bereich der deutschen Küste sowie im kompletten Mittelmeer vorgesehen (große Küstenfahrt). Das Mindestalter war 16 Jahre. Er wurde vom Sportseeschifferschein (SSS) unter Segeln abgelöst. 4. C-Schein Der C-Schein war ein Führerschein für die weltweite Fahrt. Er ist durch den Sporthochseeschifferschein unter Segeln ersetzt worden. Voraussetzung war der BK-Schein und zusätzlich 2000 sm auf See. Das Mindestalter war 18 Jahre. 5. R-Schein Der R-Schein war für das Segeln an der Küste innerhalb der 3-Seemeilen-Zone an der deutschen Küste vorgesehen. Er ist heute mit dem Sportbootführerschein See, der jedoch ein reiner Motorbootschein ist, vergleichbar. 6. Jüngstensegelschein Der Jüngstensegelschein ist ein Befähigungsnachweis, der Jugendliche bis zu 16 Jahren zur Teilnahme an bestimmten Regatten in ausgewählten, begrenzten Revieren unter fachkundiger Aufsicht berechtigt. Er kann bis zum Alter von 14 Jahren mit Zustimmung der gesetzlichen Vertreter erworben werden. Voraussetzung ist das Deutsches Jugendschwimmabzeichen in Bronze. 7. Sportsegelschein (SPOSS) Nach den Bestimmungen des DSV und der ISAF müssen Teilnehmer an einer vom DSV oder ISAF veranstalteten Regatta, genauer die Schiffsführer, auch über einen Segelschein des nationalen Verbands verfügen. Da in den meisten Binnenrevieren Deutschlands keine amtlichen Scheine gefordert werden, bietet der DSV als Alternative für Regattasegler den nicht amtlichen Sportsegelschein (SPOSS) an. Die Ausbildung für diesen Schein und seine Ausstellung erfolgen ausschließlich in DSV-Mitgliedsvereinen und im Breitensportangebot einiger Universitäten und ist in der Regel deutlich preisgünstiger als die Ausbildung zu einem amtlichen Schein in kommerziellen Segelschulen. *Auszug aus:http://de.wikipedia.org Amtliche Führerscheine*Sportbootführerschein Binnen (SBF Binnen)Amtliche Erlaubnis zum Führen eines Sportfahrzeugs auf Bundeswasserstraßen im Geltungsbereich der Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung zu nicht gewerblichen Zwecken. Es wird unterschieden, ob der Inhaber ein Motorboot, ein Segelboot oder ein Surfbrett führen darf. Ab einer Leistung an der Schraube von mehr als 3,68 kW (5 PS) ist der SBF Binnen (Motor) Pflicht. Der Führerschein berechtigt zum Führen von Fahrzeugen mit einer Länge über Alles (LüA) ohne Ruder und Bugspriet von unter 15 Meter.Für Segelboote ohne Motor gibt es in Deutschland keine bundesweit geregelte Führerscheinpflicht. Landesrechtlich geregelte Führerscheinpflichten gibt es – auch außerhalb von Bundeswasserstraßen, etwa auf Binnenseen – zum Beispiel für die Gewässer in Berlin (ab 3 m² Segelfläche) und im Bundesland Sachsen (ab 6 m² Segelfläche). Für den Bodensee ist ab 12 m² Segelfläche das Bodenseeschifferpatent D vorgeschrieben. Im Übrigen ist es Sache der Eigentümer (z. B. Stadtverwaltung) eines Gewässers, eine Führerscheinpflicht zu erlassen. Außerdem verlangen viele gewerbliche Bootsverleiher die Vorlage des Führerscheins. Ein Kuriosum eigener Art stellt die Alster in Hamburg dar. Zwar traut man sozusagen jedem Hamburger auch ohne Führerschein von Geburt an zu, segeln zu können – aber nur mit vereinfachten Vorfahrtsregeln: Es gilt rechts vor links. Sportbootführerschein See (SBF See)Der SBF See ist die amtliche Fahrerlaubnis zum Führen von motorisierten Booten, welche für Sport- und Freizeitzwecken gebaut wurden, im Geltungsbereich der Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung, d.h. auf den Seeschifffahrtsstraßen (3-Seemeilen-Zone und Fahrwasser innerhalb der 12-Seemeilen-Zone). Er ist vorgeschrieben beim Führen von Fahrzeugen mit einer Leistung an der Schraube von mehr als 3,68 kW. Anders als in der Binnenschifffahrt gibt es keine Beschränkung der Rumpflänge des Bootes. Der Bootsführer kann einen geeigneten Rudergänger bestimmen, der keinen Führerschein zu haben braucht. Der Sportbootführerschein See schließt den Sportbootführerschein Binnen nicht ein und setzt den Besitz des Sportbooführerschein Binnen auch nicht voraus.Voraussetzungen und Erwerb: Allgemein
Prüfungen Theorie – Aufgaben: Praxis – Aufgaben: Manöver und Knotenkunde Der SBF See bescheinigt die gesetzliche Mindestqualifikation (ausreichende Kenntnisse der maßgebenden schifffahrtspolizeilichen, nautischen und technischen Vorschriften für das sichere Führen eines Sportbootes auf den Seeschifffahrtsstraßen) Die Kenntnisse in Navigation und Schifffahrtsrecht, welche für das Befahren von Küsten- und Hochseerevieren erforderlich sind, sind weitaus umfangreicher als sie bei dem Sportbootführerschein See geprüft werden. Obwohl man z.B. mit diesem Schein die Erlaubnis erhält, in Gezeitenrevieren zu fahren, wird die Gezeitenkunde nicht geprüft. Da zur Führung eines Segelfahrzeugs ohne Motor auf Seeschifffahrtstraßen kein amtlicher Schein vorgeschrieben ist, wird während der SBF-See-Prüfung keine Segeltheorie oder -praxis abgefragt. Auch das Thema Seemannschaft wird nur sehr kurz angeschnitten. Aus gesetzlicher Sicht ist der SBF See nicht auf die 3-Meilen-Zone beschränkt. Er reicht offiziell auch aus, um beispielsweise eine Yacht im Wattenmeer zu führen, obwohl Gezeitenkenntnisse bei der Prüfung kaum abgefragt werden. Aus zivilrechtlicher Sicht muss der Schiffsführer nach einem Unfall allerdings nachweisen, dass er die erforderliche Qualifikation für das entsprechende Fahrtgebiet besitzt, beispielsweise durch Seemeilennachweise oder freiwillige zusätzliche Kenntnisnachweise. Ist dies nicht der Fall, kann ihm dies von einem Seeamt oder einer Versicherung als grobe Fahrlässigkeit ausgelegt werden. Der Erwerb der Kenntnisse und Fertigkeiten kann auch in privatwirtschaftlichen Ausbildungseinrichtungen erworben werden, wobei es große Unterschiede gibt in Umfang und Qualität dieser Ausbildungseinrichtungen. Die Ausweisvordrucke des SBF See trugen bis etwa zum Ausstellungsjahr 1989 nur die Bezeichnung "Sportbootführerschein". Sportküstenschifferschein (SKS)DSV BR-Schein – der Vorgänger des SKSDer SKS ist ein weiterführendes Befähigungszeugnis (Zertifikat). Ausbildung und Prüfung ist abgestimmt auf das Führen von Yachten mit Motor und unter Segel in Küstengewässern (alle Meere bis 12sm Abstand von der Festlandküste). Der Sportküstenschifferschein ist ein reiner Befähigungsnachweis und erweitert nicht die Berechtigungen, welche man mit dem Sportbootführerschein See (SBF See) erworben hat, d. h. für das gewerbliche Führen einer Yacht ist der SKS nicht ausreichend. Für das Chartern einer seegängigen Yacht genügt der Sportbootführerschein See, wobei jedoch einige Vercharterer abhängig vom Revier auf dem Nachweis von Kenntnissen auf dem Niveau des SKS bestehen. Außerdem kann der SKS als Befähigungsnachweis eine Rolle bei einem Seeunfall und der damit verbundenen Untersuchung durch die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung und einem vielleicht folgenden gerichtlichen Prozess spielen. Voraussetzungen und Erwerb Allgemein Lebensalter: mindestens 16 Jahre Besitz des Sportbootführerscheins See Nachweis von 300 sm auf Yachten in Küstengewässern Prüfungen Theorie: bestehend zur einen Hälfte aus einem Fragebogen zu den Themen: Navigation, Seemannschaft, Schifffahrtsrecht und Wetterkunde und zur anderen Hälfte aus verschiedenen Kartenaufgaben (ggf. zusätzliche mündliche Nachprüfung) Praxis: Manöver, Knotenkunde u. a. Der Prüfungsstoff des SKS ist deutlich umfangreicher als der des SBF See. Die theoretische Prüfung ist in zwei Teile gegliedert, einen theoretischen Fragenteil und einen Kartenteil, in welchem man umfangreiche navigatorische Kenntnisse anhand einer Seekartenaufgabe nachweisen muss. Auch Fragen zu Strom und Gezeiten werden hier gestellt. Bei dem Fragenteil sind die Fragen samt Musterantworten vorab bekannt und im Handel erhältlich. Der Kartenteil ist nicht veröffentlicht und daher nicht vorab bekannt. Allerdings sind vergleichbare Musteraufgaben im Handel erhältlich. Bei Nichterreichen einer bestimmten Punktzahl kann es auch eine mündliche Nachprüfung geben. Darüber hinaus werden in einer praktischen Prüfung umfangreichere Kenntnisse bzgl. der Führung einer seegängigen Yacht geprüft als beim SBF See. Zwischen der theoretischen und der praktischen Prüfung dürfen maximal 24 Monate liegen. Der SKS ist alternativ auch in einer Variante nur unter Motor ausstellbar. In diesem Falle wird die Prüfung auf einem Motorboot und nicht auf einer Segelyacht abgenommen, und bei den Prüfungsfragen entfällt weiterhin der auf das Segeln bezogene Prüfungsteil. Die Variante „mit Motor und unter Segel“ ist jedoch die gebräuchlichere. Der SKS entspricht dem englischen Coastal Skipper. Sportseeschifferschein (SSS)Der SSS ist ein weiterführendes Befähigungszeugnis (Zertifikat). Ausbildung und Prüfung ist abgestimmt auf das Führen von Yachten mit Motor und unter Segel in küstennahen Seegewässern (alle Meere bis 30 sm sowie die gesamte Ost- und Nordsee, Ärmelkanal, Bristolkanal, Irische und Schottische See, Mittelmeer und Schwarzes Meer). Dieser Führerschein ist zum Führen gewerblich genutzter Sportboote mit maximal 12 Mann Besatzung und von Traditionsschiffen mit 15 bis 25m Rumpflänge und mehr als 25 Mann Besatzung in küstennaher Fahrt (bis 12 sm Küstenabstand) vorgeschrieben. Im Falle der nichtgewerblichen Nutzung eines Sportbootes ist der Schein freiwillig.Voraussetzungen und Erwerb Allgemein Lebensalter mindestens 16 Jahre Nachweis von 1.000 sm auf Yachten in küstennahen Seegewässern nach Erwerb des Sportbootführerscheins See als Wachführer oder dessen Vertreter nach Erwerb des SBF-See, davon vor der theoretischen Prüfung mindestens 500 Seemeilen. Alternativ: Nachweis über mindestens 700 Seemeilen auf Yachten im Seebereich nach Erwerb des DSV-BR-Scheins oder des SKS. Prüfungen Theorie: Navigation, Seemannschaft, Schifffahrtsrecht, Wetterkunde (Freitextlicher Fragebogen und ggf. mündliche Prüfung) Praxis: Manöver, Radar, Seemannschaft, u.a. Der Prüfungsstoff des SSS ist nochmals deutlich umfangreicher als der des SKS. Es findet eine theoretische Prüfung statt, bei der keinerlei Fragen vorher bekannt sind. Der Prüfling kann prinzipiell aus nahezu allen Bereichen des Schifffahrtsrechts, der Seemannschaft, der Navigation (außer astronomischer Navigation) und der Wetterkunde geprüft werden. Daher ist die Prüfung sehr umfangreich und die Vorbereitung entsprechend zeitaufwändig. Oft werden die theoretischen Teilprüfungen daher an verschiedenen Terminen abgelegt. Die vier einzelnen Teilprüfungen decken die Schwerpunkte Wetter, Recht, Navigation und Seemannschaft ab. Auch die wiederum auf einer seegängigen Yacht durchgeführte praktische Prüfung ist deutlich umfangreicher als die des SKS und umfasst neben dem Umgang mit dem Schiff auch Radar-Kenntnisse, Seemannschaft, Crewführung, Yachttechnik usw. Zwischen der theoretischen und der praktischen Prüfung dürfen maximal 36 Monate liegen. Auch der SSS ist alternativ in einer Variante nur unter Motor ausstellbar. Der SSS ähnelt dem englischen Yachtmaster Offshore. Sporthochseeschifferschein (SHS)Der SHS ist das amtliche Zertifikat und ein weiterführendes Befähigungszeugnis zum Führen von Yachten sowie Ausbildungs- und Traditionsschiffen „mit Antriebsmaschine“ oder „mit Antriebsmaschine und unter Segel“ in der weltweiten Fahrt (alle Meere). Der SHS ist für die gewerbliche Nutzung von Sportbooten im Fahrtbereich über 12 sm Küstenabstand vorgeschrieben. Im privaten Bereich ist der Erwerb freiwillig.Voraussetzungen und Erwerb Allgemein Besitz des Sportseeschifferscheines Nachweis von 1000 sm auf Yachten im Seebereich nach Erwerb des Sportseeschifferscheins als Skipper, Coskipper oder Wachführer (im Gegensatz zum SSS genügt stellvertretende Wachführung nicht). Die Prüfung darf bereits bei Nachweis von 500 sm abgelegt werden, die Scheinausstellung erfolgt dann bei Nachweis der noch fehlenden Meilen. Prüfung Theorie: Navigation (vor allem astronomische Navigation), Schifffahrtsrecht (u. a. internationales Seerecht), Wetterkunde (u. a. tropische Wirbelstürme) Praxis: Handhabung des Sextanten (ca 10 Minuten, Erklärung/Überprüfung der drei gängigen Fehler und Durchführung einer Vertikal-Winkel-Messung) Mündliche Prüfung: Handhabung von Yachten (organisatorische, technische und seemännische Aspekte der Führung von Yachten; Fahren in schwerem Wetter; Verhalten in wirbelsturmgefährdeten Gebieten). Dieser Prüfungsteil ist noch sehr neu, und der DSV ist noch dabei, Erfahrungen zu sammeln. Nach Angaben eines Prüfers soll hierbei hauptsächlich überprüft werden, ob der Kandidat überhaupt noch aktiv segelt. Der SHS entspricht im Grundsatz dem britischen Yachtmaster Ocean. Gültigkeit Der SHS ist uneingeschränkt gültig für Sportboote, unabhängig von Länge, Verdrängung, Crewgröße, Motorisierung oder Besegelung, in weltweiter Fahrt. Hingegen dürfen maximal 12 Passagiere (zahlende Gäste) an Bord sein. Mehr als 12 Passagiere machen ein Schiff zum Passagierschiff, das nur von einem Kapitän mit Patent für große Fahrt gefahren werden darf. *Auszug aus:http://de.wikipedia.orgDieser Artikel basiert auf dem Artikel Sportbootführerschein aus der freien Enzyklopädie Wikipedia , die unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation im Internet steht. In Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. |
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